Es sind exakt 10.867,86 km Luftlinie von unserem Büro in der Reininghausstraße/Graz bis zur Nomadenschule in Changtang. Changtang wiederum liegt in Ladakh, also im nördlichsten Zipfel von Indien, und grenzt direkt an Tibet. Die Bedingungen in der extrem niederschlagsarmen Hochlandsteppe, die auf einer Seehöhe von durchschnittlich 4.100 m liegt, sind hart: Während es im Sommer an einem schönen Tag über 20 Grad Celsius haben kann, können die Temperaturen im Winter auf minus 40 Grad Celsius fallen. In dieser einzigartigen, wunderschönen Landschaft, mitten im Nirgendwo liegt eine kleine Nomadenschule, die eigentlich gar nicht mehr so klein ist.

Eine Schule im Nirgendwo

Seit 2011 unterstützt „Hilfe für Ladakh“ die rund 130 Kinder der Nomadenschule in unterschiedlichen Bereichen und versucht dabei nicht nur zu helfen, sondern auch Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Da sich in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat, dass eine klassische Schulbildung für viele Nomadenkinder nur bedingt relevant ist, entstand die Idee, den ihnen zusätzlichen Ausbildungsweg zu eröffnen, von dem sie in mehrfacher Hinsicht profitieren können. Mit dem Bau eines Handwerkzentrums hat „Hilfe für Ladakh“ in diesem Jahr nun ein wichtiges Fundament dazu gelegt. Seit August unterrichten dort zwei Nomadinnen mit dem Ziel, den Kindern die traditionelle Handwerkskunst zu vermitteln.

Zukunft neu denken

Nach dem Schulabschluss haben die Kinder so gewissermaßen auch eine Lehre absolviert, die ihnen viele Perspektiven bietet: Entweder kehren sie mit diesem Wissen wieder ins Nomadenleben zurück und können sich umgehend in das nomadische Leben einbringen, oder aber sie können wichtige Handwerksprodukte für die Nomadengesellschaft sowie Kunsthandwerk für den Tourismusbereich herstellen. Zugleich wird auf diese Weise auch das vom Aussterben bedrohte, traditionelle Handwerk der himalayischen Nomadenkultur bewahrt. In den kommenden Jahren soll die Schule auch eigenes Kunsthandwerk produzieren, dass in einem Fair-Trade-Shop in der Hauptstadt Leh verkauft werden kann. Die Einkünfte sollen der Selbsterhaltung des Zentrums dienen.

Hands on!

Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende in der Höhe von EUR 2.500,- dieses Projekt tatkräftig unterstützen und damit einen Beitrag zu dieser sehr wertvollen Form der Weiterbildung dieser Kinder liefern können!

www.ladakh-hilfe.org