Short Facts

Unternehmen

  • Mitarbeiter: ca. 1800
  • Standorte in Liechtenstein, Schweiz und Deutschland

Branche

Lebensmittelproduzent

Kunde seit

2015

Solvion Leistungen

Auf- und Ausbau des digitalen Arbeitsplatz auf Basis Office 365

Schon die Anfahrt gestaltet sich abenteuerlich. Vorbei an schneebedeckten Gipfeln hat man Österreich im Genick und die Schweiz im Blick. Liechtenstein ist ein kleines Land, schnell hat man es passiert, somit ist es nur ein Katzensprung vom Vorarlberger Feldkirch zur Zentrale in Bendern, die sich ganz in Weiß an die winterliche Szenerie anpasst. „Ich habe wohl den schönsten Ausblick, den man sich wünschen kann,“ sagt bereits die lächelnde Empfangsdame und man hat schnell das Gefühl: Die Aura der Berge macht glücklich. Und erfinderisch. Und in weiterer Folge – erfolgreich.

 

Ausblick Ospelt
Ein Blick aus dem Fenster bei Ospelt in Bendern (Liechtenstein)

Hochgesteckte Ziele

Ob sich Gründervater Herbert Ospelt damals schon gedacht hat, dass es bald Niederlassungen in drei Ländern geben würde und diese neben den Malbuner Fleischspezialitäten auch Tiernahrung, Pizzen, Convenience-Food und Fisch herstellen sowie vermarkten würden? Wahrscheinlich nicht. Aber in jedem Fall dachte er groß und diese Philosophie hat sich bis heute durchgesetzt. Egal, ob es jetzt um die Produktqualität, die Visionen oder das operative Geschäft geht. Geistesblitze wie etwa die Salamischnitte werden fertiggedacht und schlussendlich zu einem Produkt, das man kennt, liebt und das obendrauf noch mit Preisen ausgezeichnet wird. Ospelt sollte man kennen – nicht nur als Tierbesitzer, schweizer Fleischliebhaber oder Pizzafan, sondern auch für das, was hinter den Kulissen passiert: Strategische Entscheidungen, Vordenken, Mitarbeiterführung und die Prinzipien nach denen gehandelt wird.

Im Gespräch mit Solvion sind IT-Projektleiter Julian Michaelis und Leiter Wirtschaftsinformatik Reto Siegenthaler.

Wie hat sich Ospelt in den letzten zehn Jahren verändert? Welche Innovationen prägten sowohl die Firma als auch Ihre Arbeitsweise am meisten?

RS: Als Hersteller von Private Label Produkten hat sich unsere Welt nicht diametral verändert. Die Digitalisierung setzt sich primär in den Bereichen Kommunikation, Collaboration und Vernetzung mit Handelspartnern fort. In der Produktion ist die „Industrie 4.0“ auch für uns ein Thema. Im IT-Bereich spüren wir eine sehr starke Konsolidierung in den letzten Jahren, sprich man versucht Komplexität zu reduzieren. Firmenintern ist die Cloud ein Kind der letzten Jahre. Die Mobilität ist stark gewachsen und mit unseren fünf Standorten merken wir das umso mehr.

Man muss von überall Zugriff auf die Daten haben. Mit der Verwaltung, den Liefer- und Bestellprozessen, eCommerce und so weiter werden viel mehr Daten generiert als noch vor zehn Jahren. Diese sollten bestenfalls natürlich auch ausgewertet werden. Darum zeichnen wir alles auf, denn darin steckt viel Potential.

Was erwarten Sie von der digitalen Zukunft und was tun Sie dafür?

RS: Ich glaube, dass Big Data und mobiles Arbeiten noch mehr Teil unseres Lebens sein werden. Über verschiedene Standorte werden Meetings gehalten, man leistet es sich nicht mehr, tagelang im Auto zu sitzen. Somit wird auch die Sicherheit immer wichtiger, Berechtigungen und Überwachung. Natürlich weiß niemand, was passieren wird, alle Mutmaßungen wären mit einem Blick in die Kristallkugel vergleichbar. Ich glaube fest daran, dass wir uns noch steigern können, wenn wir unsere Daten auswerten. Bei anderen Unternehmen wie etwa Amazon sind es Drohnen, die Waren zustellen. Vor drei Jahren hätte niemand daran gedacht, aber bald ist es Realität. Da werden wir bestimmt noch einiges sehen.

J. Michaelis, Ospelt
Julian Michaelis (IT-Projektleiter, Ospelt)
R. Siegenthaler, Ospelt
Reto Siegenthaler (Leiter Wirtschaftsinformatik, Ospelt)

Was sind dabei Ihre größten Herausforderungen und wie gehen Sie damit um?

JM: Alles unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach für eine zentrale IT. Es sind Entscheidungen zu treffen, was wir unseren Usern alles standardisiert und in einer qualitativ hochstehenden und stabilen IT-Umgebung anbieten können, dies in einem ständigen Spannungsfeld zwischen individuellen Bedürfnissen einzelner Bereiche und dem Druck, unsere Dienstleistungen und unsere Infrastruktur kostengünstig anbieten zu können.

Was begeistert Sie am meisten an Ihrem Beruf?

JM: Der Einsatz von neuer Technologie beziehungsweise Zusammenarbeit mit Menschen und Kommunikation überhaupt. Wie man mit Kommunikationskanälen Dinge ins Rollen bringen kann. Dank einem gewissen Handlungsspielraum, einem optimalen Arbeitsumfeld und motivierten Kollegen können wir an zukunftsorientierten Projekten und Lösungen arbeiten, die uns weiterbringen.

RS: Es ist eine sehr spannende Zeit, in der wir leben. Wir haben sie zufällig getroffen, aber ich finde, wir sind am richtigen Ort und haben ein sehr spannendes Umfeld, das wir mitprägen können.

Wie hat sich bei Ospelt der digitale Arbeitsplatz in der internen und externen Kommunikation verändert?

JM: Intern ist es die Agilität und Flexibilität in einer starr strukturierten Umgebung. Sie wird immer größer, vor allem arbeiten wir als interdisziplinäres Team. Somit ergeben sich viele neue Räume und Möglichkeiten des Zusammenarbeitens. Firmenintern nutzen wir viele Services aus Office 365. Obwohl wir teilweise schon sehr weit sind, sind wir aber auch gezwungen, mit manchen Kunden und Lieferanten noch per Fax zu kommunizieren. Somit ist das externe Umfeld relativ reglementiert und hier sollte man einen Bogen spannen und es möglichst reibungslos zusammenlaufen lassen. Für Kunden wollen wir ein digitales Erlebnis schaffen, das für bessere Integrität sorgen soll.

Was sind die Essentials der Ospelt-Mitarbeiter?

RS: Jeder Computermitarbeiter hat unterschiedliche Bedürfnisse an Systeme und Programme. Zentrale Informations- und Arbeitsdrehscheibe ist das mittels SharePoint Online realisierte Intranet und die darin inkludierten Werkzeuge – Team- und Projekträume, sowie ein personalisierter Newsfeed. Im Intranet finden sie auch allgemein gültige Dokumente und andere Tools, welche digital unterstützte Geschäftsprozesse zentral zugänglich machen.

Natürlich ist der Datenschutz ebenso zentrales Thema wie Einschulungen, wie man sich im Intranet verhält.

Hier ist es wichtig, dass SharePoint oft intuitiver gestaltet wird, denn wie SharePoint sich teilweise „out of the box“ darstellt, ist oft in der Praxis gewöhnungsbedürftig, da hilft die Solvion, alles verständlicher und intuitiver für alle Mitarbeiter zu machen.

 Frage JM RS
Digitale-To-Do- oder Papierliste? Digital Digital
Kaffee oder Tee? Weder noch ca. 10 Kaffees täglich
Tablet oder Block? Tablet Tablet
iPhone oder Android? Android iPhone & Windows*
Berge oder Meer? Berge Berge