Short Facts

Unternehmen

  • Mitarbeiter: ca. 3500
  • Standorte: Firmensitz in Wien; die AG ist weltweit tätig

Branche

Glücksspielindustrie

Kunde seit

2012

Solvion Leistungen

Auf- und Ausbau des digitalen Arbeitsplatz auf Basis SharePoint und Office 365

Über den Dächern des dritten Bezirks wird in die Zukunft geschaut. Vor allem auch, wenn es um interne Unternehmenskommunikation geht. Casinos Austria ist weltweit tätig, konnte kürzlich ihren 90-millionsten Gast verzeichnen und die Roulettekugel rollt weiter – geschätzte 182.000 Kilometer im Jahr. Auch im hellen Besprechungszimmer, das so hoch oben liegt, dass der Turm der Erlöserkirche greifbar wirkt, stehen ein Roulettetisch, ein Glücksspielautomat und rollenweise Rubbellose. „Leider alles nur Musterlose“, sagt Head of IT Erich Schuster.

Design Thinking

Ein paar Stockwerke tiefer ist der Innovation Hub der Casinos Austria – auf den ersten Blick scheint es so, als würde man ein überdimensioniertes Zimmer aus bunten Legosteinen betreten. Doch die Kreativität, die hier das Design Thinking und die bunte, interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichen soll, ist gleich beim Betreten zu spüren. Auf dem Fenster klebt ein Post-it mit dem humorvollen Spruch „Hub dich lieb“. Wenn das kein Ort für gute Ideen ist?

Im Gespräch mit Solvion sind  Gerold Hofbauer, Head of Client & Webservices, sowie Erich Schuster, Head of IT & Corporate Development / Innovationsmanagement der Casinos Austria & Österreichische Lotterien Gruppe

G. Hofbauer, Casinos Austria
Gerold Hofbauer, Head of Client & Webservices
E. Schuster, Casinos Austria
Erich Schuster, Head of IT & Corporate Development / Innovationsmanagement

Was sind Ihre Aufgaben bei Casinos Austria?

ES: Ich bin der Bereichsleiter für Informationstechnologien und Innovationsmanagement in all seinen Facetten. Ohne wirkliche Programmier- aber mit guten Organisationskenntnissen.

GH: Ich arbeite aktiv an der Entwicklung des Modern Workplace in unserem Unternehmen mit. Dabei beschäftigen mich Themen wie Office 365 und SharePoint. Gemeinsam mit Solvion haben wir die Workbox implementiert; mit dieser hat man die Möglichkeit, interaktive Teams zusammenzustellen und mobiler zu werden. Außerdem haben wir gerade eine Mitarbeiter-App entwickelt, auf die auch mit dem privaten Smartphone zugegriffen werden kann.

Wie schaut der Arbeitsplatz eines Mitarbeiters von Casinos Austria aus?

ES: Wir sind dabei, die Cloud für alle zugänglich zu machen, aber „Bring your own device“ wird nach wie vor nur im Smartphone-Bereich möglich sein. Momentan gibt es eben Zugriffsmöglichkeiten primär über CITRIX, mobile Worker werden von uns mit einem Microsoft Surface als One Device ausgestattet. Typischerweise sieht bei uns ein Arbeitsplatz so aus, dass ein Desktop-PC vorhanden ist, bei Bedarf ein Laptop und daneben liegt das Smartphone.

GH: In-House sind wir etwa 80 Mitarbeiter in der Entwicklung für Kernapplikationen. Ein Teil davon ist natürlich auch mit SharePoint beschäftigt. Einige Anwendungen werden eben auch selbst programmiert.

Wir sind gespannt, wie sich das mit der Mitarbeiter-App entwickelt und wie intensiv sie angenommen wird. So können wir unsere Mitarbeiter vor allem in den Casinos nämlich direkter erreichen und gewisse Nachrichten pushen. Es ist schwierig, da viele schon miteinander auf WhatsApp kommunizieren, weil sie das aus dem Privaten gewöhnt sind. Dabei gibt es eben auch das Chat-Tool Teams auf Office 365-Basis.

Was würden Sie tun, wenn Sie sich ein Jahr lang nicht um Ihren Unterhalt kümmern müssten?

ES: Ich würde Reisereportagen schreiben, vielleicht in Kombination mit Social Volunteering. Die Welt ist einfach so schön! Kürzlich war ich drei Wochen in Botswana – ein Traum. Man braucht einfach Zeit, um in Ruhe in ein Land einzutauchen.

GH: Ich bin ein Familienmensch und würde viel Zeit mit meinen Kindern verbringen. Momentan gehen dort alle meine Ressourcen hinein.

 

Casinos Austria Imagebild
"Jackpot Aufsicht" in der Zentrale der Casinos Austria
Casinos Austria Imagebild
Antikes Schmuckstück in der Zentrale der Casinos Austria

Innovationen – wie hat sich Casinos Austria in Bezug auf IT in den letzten zehn Jahren verändert?

ES: Zwei Dinge waren wesentlich: Die Smartphone-Entwicklung ermöglicht eine Mobilität, die es zuvor so nicht gegeben hat. Nun ist eine ganz neue Art der Kommunikation mit agilerem Zusammenarbeiten, was Projekte anbelangt, da. Kein Wasserfallsystem mehr, keine Pflichtenhefte. Außerdem drängen sich Dienste wie WhatsApp in die Unternehmen hinein. E-Mail ist natürlich das dominante Kommunikationsmedium. Hier ist es schon eine Herausforderung, alles unter einen Hut zu bringen. Es ist verblüffend, wie heterogen die Kommunikationslandschaft mittlerweile geworden ist. Es gibt Slack, Yammer, Teams und mit diesen Werkzeugen steigen auch die Erwartungen der Mitarbeiter an die unternehmenseigenen Tools.

GH: Wir achten eben darauf, dass wir derartige Formen auch anbieten und auf die vielen Veränderungen reagieren. Wir versuchen aber auch schon vorab Trends herauszulesen. Hier haben wir sogar einen Trendradar entwickelt, was in den nächsten 18 Monaten für uns als Unternehmen sinnvoll sein könnte. Eine spannende Sache ist z.B. die Chatbot-Technologie. Unsere Unternehmensgruppe hat viele Sicherheitsauflagen, doch die Kunden wollen eine schnelle und unkomplizierte Form, Informationen zu bekommen. Erste Umsetzungen gibt es hier im Bereich der Lotterien mit dem Lotti Chatbot auf Facebook-Messenger bzw. via Amazon Echo.

Aus welchem Grund sind Sie auf die Solvion zugekommen?

ES: Gerold ist daran „schuld“. Wir wollten eine Social Collaboration-Plattform und so sind wir zur Solvion gekommen. Gemeinsam haben wir an einer Lösung für das Unternehmen gearbeitet und sehr viele Gedanken und Energie investiert. Wir waren auch so ziemlich die ersten, die auf dieses Produkt gesetzt haben.

Frage GH ES
Digitale-To-Do- oder Papierliste? Privat nur den Block, im Job online Digital – Outlook
Kaffee oder Tee? Tee Kaffee
Tablet oder Block? Tablet Surface
iPhone oder Android? Privat Android, beruflich beides iOS
Berge oder Meer? Meer beides