Teams ist die Antwort auf das kontinuierlich wachsende und in sich differenzierte Kommunikationsbedürfnis moderner Projektteams. Dennoch ist Teams weit mehr als ein Kommunikationstool. Es ist die Schnittschnelle für sämtliche Office 365-Dienste. Das heißt: Mit Teams wird nicht nur kommuniziert, sondern auch gearbeitet. Denn Teams bietet seinen Usern zahlreiche Services, die von Kalenderfunktionen über Aufgabenplanung bis hin zu Dateiablagen, Wikis und mehr reichen. Kurz gesagt, alles, was eine optimale Projektzusammenarbeit benötigt – vereint auf einer übersichtlichen und gut bedienbaren Oberfläche!

So weit, so gut. Da liegt es auf der Hand, dass Teams langfristig zur Kernkommunikationsplattform von Microsoft werden soll. Dementsprechend werden in Zukunft auch nahezu alle Funktionen von Skype for Business in Teams verfügbar sein. Fragt sich also im Umkehrschluss:

Was geschieht mit Skype for Business?

Wird es möglicherweise komplett von Teams abgelöst? Dazu gibt es im Prinzip ein klares Jein. Zum einen nein, denn es wird noch in diesem Jahr eine neue Skype for Business-Server-Version (On-premises) am Markt erscheinen und parallel dazu auch neue Office Clients. Zum anderen lautet die Antwort ja, weil Teams langfristig gesehen Skype for Business Online als Office 365-Plattform ablösen wird. Ein zeitnaher Umstieg lohnt sich aufgrund der kontinuierlich fortschreitenden Funktionen von Teams mit Sicherheit.

Ein Blick in den Reiter „Telefonie“ unter Microsoft Teams (Desktop) (c) Solvion

Jetzt oder später?

Viele unserer Kunden fragen sich, was nun die beste Migrationsstrategie ist, und ob man Skype for Business überhaupt noch für Mitarbeiter ausrollen soll. An und für sich spricht nach wie vor nichts gegen Skype for Business Online. Vor allem, wenn Sie sich bereits in der Anwendung befinden. Jenen unter Ihnen, die erst in der Planungsphase stecken, empfehlen wir aber, sich bereits auf Teams zu fokussieren. Microsoft arbeitet daran, noch dieses Jahr alle Meeting- und Telefonie-Funktionen von Skype for Business Online auch in Teams verfügbar zu machen. Diverse Chat-Funktionen gibt es ja bereits. Dank künstlicher Intelligenz verspricht Microsoft ein einzigartiges neues Erlebnis für Telefonie und Meetings.

Unter diesem Link finden Sie die aktuelle Roadmap, betreffend der verfügbaren Skype for Business-Funktionen in Teams.

Wann und wie wird migriert?

Wer sich dazu entschlossen hat, direkt zu Teams zu migrieren, dem bieten sich verschiedene Szenarien: Zum einen besteht die Möglichkeit der sogenannten „Interoperabilität“. Das heißt, dass beide Systeme, also Teams und Skype for Business, zugleich genutzt werden. Zum anderen kann man aber sowohl den einen als auch den anderen Client nutzen, wobei die Präsenzanzeige im Chat synchronisiert wird. Auch für die Erstellung von neuen Anwendungen und Konnektoren hat Microsoft mitgedacht: So bietet Teams ein sehr umfangreiches Framework zur Erstellung von Apps, sowie die Integration beliebiger Dienste wie Jira, Dynamics 365, Twitter, Zendesk und Co sowohl für Teams, als auch für Einzelchats.

Wie werde ich mit Microsoft Teams telefonieren?

Um Teams an Ihren SIP Provider oder Ihre Telefonanlage anzubinden, wird lediglich ein zertifizierter SBC/Gateway benötigt. Über diesen wird Ihre lokale Rufnummer in der Cloud verfügbar. Microsoft nennt diesen hybriden Ansatz Direct Routing.

On-Premises vs. Cloud

Für jene, die eine lokale Integration benötigen, gibt es meist eine hybride Infrastruktur. Wie verbindet man nun On-Premises-Nutzer, die den Skype for Business Client nutzen, mit Onlinenutzern, die den Teams-Client verwenden, sodass man in Zukunft nicht beide System warten und supporten muss? Einfach, indem Skype for Business vorerst rein online genutzt und langfristig zur Gänze in Teams migriert wird. Es ist jedoch unverzichtbar, sämtliche Mitarbeiter rechtzeitig auf die Umstellung und somit auf alle neuen Funktionen vorzubereiten. Um auch für „On-Prem“ Kunden eine optimale Skype for Business Versorgung der nächsten Jahre zu garantieren, wird Microsoft bis Ende des Jahres eine neue Version veröffentlichen, womit „On-Prem“ für viele Jahre gesichert ist und genügend Zeit bleibt, um in die Cloud zu migrieren. Wir unterstützen Sie gerne dabei!